10-Jahres-Jubiläum der Fernausbildung – Interview mit unserem Ausbildungsteam

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Im Februar 2022 feierte die Akademie der Naturheilkunde (AKN) das 10-Jahres-Jubiläum der Fernausbildung zum holistischen Fachberater. Zeit, um zurückzublicken: Was waren die Highlights? Was waren die schönsten Momente mit den Studenten und was begeistert das AKN-Team täglich aufs Neue? Das und mehr verraten Ihnen Alexandra Schubert, die Leiterin der Akademie, sowie Rafael und Verena aus dem Fernausbildungsteam in diesem Interview.
Verena, Rafael und Alexandra
Von links nach rechts: Verena, Rafael, Alexandra

Hallo zusammen. Die AKN blickt auf 10 Jahre Fernausbildung zurück und durfte in diesen Jahren tausende Menschen zu Fachberaterinnen und Fachberatern für holistische Gesundheit ausbilden. Was ist das für ein Gefühl, bei so vielen Menschen das Interesse für die Fernausbildung geweckt zu haben und diese Menschen ein Stück weit auf ihrem Weg begleitet zu haben?

Alexandra: Es ist ein wunderbares Gefühl, auf diese Zeit zurückzublicken und zu sehen, welche ganz persönlichen Entwicklungsprozesse und Erfolgsgeschichten sich bei unseren Absolventinnen und Absolventen ereignet haben.

Verena: Obwohl ich ja noch gar nicht 10 Jahre lang dabei bin – es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass unsere Ausbildung das Interesse von Menschen weckt und dass sich dieses Wissen so in der Welt ausbreitet. Es ist auch gar nicht so wichtig, wie viele es sind. Jeder einzelne, der seine Gesundheit selbst in die Hand nimmt, zählt. Und es ist so schön zu sehen, dass es täglich mehr werden.

Was waren denn eure persönlichen Highlights der letzten 10 Jahre?

Alexandra: In den letzten 10 Jahren gab es viele tolle Momente bei der AKN. Besondere Highlights waren für mich beispielsweise immer unsere Team-Events. Wir hatten jedes mal viel Spass und viele gute Gespräche. Es ist schön, dass wir bei der AKN auch über die Arbeit hinaus als Team zusammengewachsen sind. Das schätze ich persönlich sehr.

Verena: Ich bin seit 2015 bei der Akademie dabei und habe damit begonnen, die Seminare vor Ort zu gestalten. Das erste Seminar im März 2016 mit immerhin sieben Teilnehmerinnen war ein grosses Highlight und ein ganz berührender Moment für mich.

Rafael: Mein Highlight ist, dass ich seit vier Jahren dabei sein und mitwirken darf. 🙂
Verena und Rafael im Gespräch

Was würdet ihr sagen, ist das Besondere an der Fernausbildung zum holistischen Fachberater?

Verena: Für mich ist es besonders, dass wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wenn es also um eine „gesunde“ Ernährungs- und Lebensweise geht, dann geht es weniger darum, auf Lebensmittel oder irgendwelche tollen Massnahmen zu schauen. Sondern zu schauen, was genau braucht jetzt in diesem Moment dieser Mensch, der mir hier in der Beratung gegenübersitzt, damit er einen gesünderen Ernährungs- und Lebensstil führen kann? Ich brauche also nicht nur Fachwissen über Lebensmittel, sondern auch Beratungskompetenz für ein individuelles Ernährungskonzept.

Alexandra: Genau, Verena. Nicht nur das Fachwissen ist entscheidend. Für mich ist es daher auch eine Besonderheit der Ausbildung, dass die Teilnehmenden darin bestärkt werden, auf ihr eigenes Können zu vertrauen und selbstverantwortlich zu handeln. Und das kann jeder!

Rafael: Die Ausbildung ist auch bewusst zugänglich für alle. Es braucht keine speziellen Vorkenntnisse. Solange man bereit ist, zu lernen, steht einem nichts im Wege. Auch sprachlich sind die Texte bewusst leicht verständlich verfasst.

«Es freut uns sehr, dass wir so offene, wertschätzende und liebevolle Menschen mit unserer Ausbildung anziehen.»

Das Interesse an dem ganzheitlichen Ansatz ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Was denkt ihr, sind die Gründe hierfür?

Verena: Ich denke, dass sich in den letzten Jahren immer mehr Menschen bewusst darüber wurden, dass unser heutiges medizinisches Verständnis eher auf die Symptombekämpfung ausgerichtet ist. Das ist in vielen Fällen hilfreich. Ich habe jedoch das Gefühl, dass immer mehr Menschen nach anderen Wegen suchen und sich zunehmend auch für die Ursache interessieren. Und da landet man dann ganz automatisch beim Thema Ganzheitlichkeit. Das ist mein Gefühl, wissen tue ich das natürlich nicht.

Alexandra: Das glaube ich auch, Verena. Das ist sicher ein Punkt, der dazu beigetragen hat. Ein weiterer Punkt könnte sein, dass immer mehr Informationen darüber veröffentlicht wurden, was für ein komplexes Wesen der Mensch ist. Das wird beispielsweise deutlich, wenn man betrachtet, wie viele wissenschaftliche Publikationen es heute zu psychosomatischen Themen, der Darm-Hirn-Achse oder anderen Bereichen wie der Epigenetik gibt. Dadurch hat die ganzheitliche Betrachtungsweise einen ganz anderen Stellenwert bekommen, denke ich.

Einige Menschen sind skeptisch, wenn sie das Wort "Naturheilkunde" hören und vermuten dahinter eine fehlende wissenschaftliche Grundlage. Wie steht ihr dazu?

Verena, Rafael und Alexandra im Gespräch
Rafael: Oh ja, diese Skepsis ist aus unserer Sicht auch angebracht. Es wird viel geschrieben, es wird viel gesagt. Für uns ist es wichtig, dass wir hier die Balance finden zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und wertvollem Erfahrungswissen. Deshalb arbeiten wir am Ausbildungsinhalt auch immer im Team.

Verena: Genau. Es überprüfen immer mehrere Personen den Inhalt und da kann es auch zu hitzigen Diskussionen kommen. Denn nicht alles ist wissenschaftlich belegt und doch gibt es auch Empfehlungen basierend auf Erfahrung, die hilfreich sein können. Es ist ein täglicher Tanz, bei dem auch mal ein Schritt daneben gehen kann, so ist das im Leben. Wir tanzen da im Team mittlerweile sehr gut zusammen.

Im Laufe der Zeit durftet ihr viele Studentinnen und Studenten im Rahmen eurer Arbeit näher kennenlernen, euch austauschen und sie auf ihrem Weg zu ganzheitlichen Ernährungs- und Gesundheitsexperten unterstützen. Was waren eure bisher schönsten Erlebnisse mit den Studenten oder Absolventen?

Alexandra: Meine schönsten Erlebnisse waren es immer, wenn unsere Absolventinnen und Absolventen Interesse an der Mitarbeit in der AKN gezeigt haben und Teil des Teams wurden. Auf dieser gemeinsamen Basis ist meistens eine wunderbare Zusammenarbeit entstanden. Aber auch andersherum ist es toll für mich zu sehen, wenn Mitarbeitende aus dem Team Interesse an der Ausbildung hatten und sich dadurch weiterentwickeln konnten.

Verena: Ich bin immer wieder ganz begeistert, wenn ich bei einem Seminar vor Ort bin. Zuvor hatte ich bei Ausbildungsseminaren selten eine so wertschätzende und liebevolle Gruppendynamik erlebt. Es macht bereits nach dem ersten Seminartag den Anschein, als ob sich die Gruppe schon lange kennen würde. Es freut mich sehr, dass wir so offene, wertschätzende und liebevolle Menschen mit unserer Ausbildung anziehen.

Was ist eure persönliche Motivation in Hinblick auf eure Arbeit?

Verena: Meine grösste Motivation und Freude ist es, eine Tätigkeit zu haben, die mich erfüllt, mich tagtäglich herausfordert und die mir den Kontakt mit vielen lieben Menschen ermöglicht.

Rafael: Ernährung und Gesundheit sind wichtig für uns alle und ich freue mich, mit meiner Arbeit dazu beizutragen, die Welt ein kleines Bisschen gesünder zu machen. 🙂

Alexandra: Das kann ich beides unterschreiben. Und natürlich freue ich mich auch, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, dass Menschen wie Verena und Rafael Spass an ihrem Job haben. 🙂
Portrait Alexandra Schubert

«Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich bei meiner Arbeit so viele tolle Menschen um mich habe und wir gemeinsam unsere Vision verwirklichen.»

Alexandra

Portrait Rafael aus dem Ausbildungsteam

«Ich finde es toll, mit meiner Arbeit einen Beitrag leisten zu dürfen, das Leben von Menschen zum Thema Ernährung und Gesundheit zu bereichern.»

Rafael
Portrait Verena aus dem Ausbildungsteam

«Ich liebe es, Menschen in ein selbstverantwortliches Leben zu begleiten und diese Leidenschaft kann ich bei der AKN jeden Tag leben.»

Verena

Gibt es etwas, das euch besonders am Herzen liegt?

Alexandra: Es gibt ganz viele Dinge, die mir am Herzen liegen. 🙂 Das Thema Gleichwertigkeit ist mir in vielerlei Hinsicht wichtig. Gesellschaftlich spielt die Begegnung auf Augenhöhe und damit eine Gleichwertigkeit aller Menschen eine ganz grosse Rolle. Auch in der Ernährungsberatung ist es wichtig, dass der Berater dem Klienten auf Augenhöhe begegnet. Zudem macht im Allgemeinen beispielsweise auch eine gleichwertige Betrachtung verschiedener Herangehensweisen – ob medizinisch oder naturheilkundlich – Sinn, um aus allen Möglichkeiten schöpfen zu können.

Rafael: Das unterschreibe ich direkt.

Was sind eure Wünsche für die Zukunft?

Verena: Oh wow… wenn ich träumen darf… dann wünsche ich mir ein AKN-Seminarzentrum in Luzern, bei dem ganz viele Menschen vor Ort kommen, die Beratungstätigkeit lernen und sich dabei persönlich weiterentwickeln können.

Rafael: Ein Forschungszentrum in Luzern und dazu noch ein Retreat-Zentrum. 🙂

Alexandra: Das fände ich auch super! Um für den Moment etwas bescheidener zu bleiben: Ich wünsche mir, dass sich unser Wissen weiter verbreitet und es dadurch so vielen Menschen wie möglich gelingt, ihre Gesundheit selbstverantwortlich in die Hand zu nehmen.

Zu guter Letzt: Gibt es etwas, was ihr den Lesern mit auf den Weg geben möchtet?

Rafael: Glaubt nicht einfach alles, was ihr lest und hört. Hinterfragt mehr – insbesondere eure eigenen Meinungen.

Alexandra: Das ist ein guter Punkt, an den ich gerne anknüpfen möchte. Bleibt flexibel, hinterfragt eure Meinungen und identifiziert euch nicht mit äusseren Dingen. Wer es schafft, die Stille in sich zu finden und anzunehmen, der findet Frieden und Zufriedenheit in sich selbst.

Verena: Ich wünsche den Lesern, dass sie in der Veränderung in der sich die Welt derzeit befindet, immer wieder in ihre persönliche Mitte finden und aus dieser Mitte heraus leben und handeln. Das ist aus meiner Sicht gerade eine rechte Herausforderung. Ich wünsche mir, dass jeder Leser alles dafür notwendige zur Verfügung hat.

Alexandra: Und vielleicht kann auch unsere Ausbildung oder der Kontakt unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Teil dazu beitragen, die Menschen zu bestärken, in ihre Mitte zu kommen und ihren Weg zu gehen.

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