Im Bereich der ganzheitlichen Frauengesundheit, wie wir sie an der Akademie der Naturheilkunde lehren, verstehen wir Menstruationsbeschwerden nicht als „Fehler“ im Körper. Vielmehr sind es Signale, die auf körperliche Bedürfnisse, hormonelle Veränderungen sowie emotionale Belastungen hinweisen können. Heilpflanzen und Kräuter können Frauen während der Periode sanft unterstützen, entkrampfend wirken und den Körper helfen wieder in Balance zu kommen.
In diesem Artikel erfährst du:
- Welche körperlichen und emotionalen Veränderungen während der Menstruation auftreten können
- Bei welchen Beschwerden eine ärztliche Abklärung wichtig ist
- Welche fünf Heilkräuter besonders wirksam bei Menstruationsbeschwerden sind
- Wie du Heilkräuter richtig anwendest
Menstruationsbeschwerden: Was steckt dahinter?
Viele Frauen kennen die typischen „Frauenleiden“ im Zusammenhang mit ihrem Zyklus. Dabei können sie sowohl körperlich als auch emotional spürbar sein. Jeder Zyklus fühlt sich von Monat zu Monat anders an und auch jede Frau erlebt mögliche Beschwerden unterschiedlich stark. Während einige symptomfrei bleiben, verspüren andere zum Beispiel eine leichte Unruhe oder generelle Veränderungen im Wohlbefinden.
Die Vielfalt von Menstruationsbeschwerden ist folglich sehr gross und ihre Ausprägung vor allem eines: hoch individuell. Überprüfe es gerne mal für dich und dein Umfeld:
- Wie hast du dich während deiner letzten Perioden gefühlt?
- Warst du gut gelaunt oder eher launisch?
- Hattest du ausreichend Energie oder fühltest du dich antriebslos?
- Warst du präsent und kontaktfreudig oder hast du dich zurückgezogen?
- Hattest du Schmerzen im Unterleib oder unteren Rücken, vielleicht Kopfschmerzen oder sogar Migräne? Falls ja, wie intensiv war der Schmerz?
- Wie sprechen deine Freundinnen über ihre Regelblutungen? Was haben sie zu berichten?
- Wie nimmst du das Verhalten und die Stimmung von Freundinnen oder Kolleginnen wahr, wenn sie ihre Tage haben?
Sind „lästige“ Begleiterscheinungen normal?
Bevor wir näher auf einzelne Beschwerden und Heilkräuter eingehen, möchten wir eine Sache eindrücklich betonen: Nicht jedes Symptom bedeutet automatisch eine Abweichung von der Norm, die behandelt werden muss.
In vielen Fällen handelt es sich bei den für uns als störend empfundenen Symptomen, wie ein leichtes Ziehen im Unterbauch, um klassische Begleiterscheinungen des Menstruationszyklus. Wir vergessen nur allzu oft, mit welcher enormen Kraft unser Zyklusgeschehen verbunden ist und welche beeindruckende Arbeit der Frauenkörper, insbesondere unsere Gebärmutter, während der Menstruation leistet.

Werden aber aus leichten Begleiterscheinungen ernsthafte Beschwerden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und oftmals auf unseren heutigen Lebensstil zurückzuführen.
Ob keine, leichte oder ernsthafte Menstruationsbeschwerden – feststeht, dass Heilpflanzen uns Frauen als treue Gefährtinnen für mehr Wohlbefinden vor und während der Periode zur Seite stehen können und es bereits schon seit vielen Jahrhunderten tun.
Menstruation früher vs. heute
Hast du gewusst, dass die Menstruation früher als besonders galt? Teilweise wird sie in einigen Kulturen auch heute noch gefeiert und geehrt. Die Frauen erhalten in dieser Zeit die Möglichkeit, sich zurückziehen. Und wie ist es bei uns in der westlichen Welt? Wir sehen unsere Tage als nervig oder unpassend an und sind uns nicht bewusst, dass wir unsere Regelblutung durch unsere innere Haltung im Grunde ablehnen.
Gehen wir einen gedanklichen Schritt weiter, könnten wir sogar sagen, dass wir unsere Weiblichkeit ablehnen. Schliesslich ist die Menstruation ein wichtiger Teil unseres Monatszyklus und damit unserer Fruchtbarkeit, die wiederum ein elementares Kennzeichen des Frauseins ist.
Häufige Beschwerden während der Periode
Sicherlich weisst du, dass unser Menstruationszyklus einem fein ausgeklügeltem System unterliegt: dem Hormon-Orchester. Wie in einem richtigen Musikorchester kann auch das Hormon-Orchester hin und wieder in Schieflage geraten und sich z. B. in Form von Menstruationsbeschwerden bemerkbar machen. Insbesondere Stress ist hier ein grosser Faktor. Hast du also gerade viel Stress, können sich während deiner nächsten Regelblutung beispielsweise folgende Symptome bemerkbar machen:
Unterleibskrämpfe
Entstehen durch die natürliche Kontraktion der Gebärmutter, wenn die Schleimhaut abgestossen wird. Bei einigen sind sie kaum spürbar, bei anderen intensiver.

Gefühle von Schwere und Müdigkeit
In der Menstruationsphase arbeitet dein Körper auf Hochtouren – Schleimhautabbau, Hormonregulation, Verdauung etc. Müdigkeit ist oft ein Zeichen dafür, dass dein Körper sich nach Ruhe sehnt.

Emotionale Sensibilität
Von ruhig bis reizbar, von nah am Wasser gebaut bis besonders nachdenklich – hormonelle Schwankungen wirken auf das Nervensystem und die Stimmung.

Leichte Veränderungen im Blutungsbild
Manche Frauen bluten stärker, andere schwächer. Beides kann innerhalb eines gesunden Spektrums liegen.

Kopf- oder Rückenschmerzen
Oft verbunden mit Muskelverspannungen, Stress oder Veränderungen im Hormonspiegel.

Verdauungsprobleme
Viele Frauen berichten vor oder während der Menstruation von Blähungen, weicherem Stuhl oder Völlegefühl.

Wenn Beschwerden stärker werden
Während wir in diesem Artikel allgemein bleiben möchten, ist es dennoch hilfreich zu wissen, dass sich Menstruationsbeschwerden in Fachkreisen in verschiedene Rubriken einordnen lassen.
Begriffe wie Dysmenorrhoe (schmerzhafte Periode), Hypermenorrhoe (sehr starke Blutung) und Hypomenorrhoe (sehr schwache Blutung) wirst du neben weiteren Formen von Menstruationsbeschwerden und Zyklusunregelmässigkeiten in unserer Fernausbildung für ganzheitliche Frauengesundheit kennen- und verstehen lernen. Und nicht nur das: Hier erwarten dich auch passende Heilkräuterrezepte, ganzheitliche Tipps und ein komplettes Praxismodul über Frauenheilkräuter. Für weitere Infos klicke hier.







