Meine Erfahrung mit zuckerfreier Ernährung

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Sabrina Ahlheid

Als die Akademie der Naturheilkunde mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, mich eine Woche lang zuckerfrei zu ernähren, habe ich nicht lange gezögert, sondern sofort ja gesagt. Vor rund eineinhalb Wochen startete ich deshalb meine einwöchige „Zuckerfrei-Challenge“. Der Zucker sollte dabei nicht durch andere Süssungsmittel wie beispielsweise Agavendicksaft ersetzt werden. Lediglich Lebensmittel, wo von Natur aus bereits Zucker enthalten ist, waren erlaubt.

Was kann man während der Zuckerfrei-Challenge essen?

Ich habe die „Zuckerfrei-Challenge“ an einem Montag begonnen. Das ist bei mir meist der Tag, an dem ich morgens viel zu müde bin, um mir ein vernünftiges Frühstück zu machen und deshalb das Brötchen vom Bäcker herhalten muss. Da Brötchen Zucker enthalten, kam diese Montagsnotlösung diesmal nicht in Frage. Um während der gesamten Woche in keine ungeahnten Zuckerfallen zu tappen, habe ich mich bereits eine Woche vorher mit dem gesamten Thema auseinandergesetzt und auch meine Studienunterlagen zu Rate gezogen. Aus der Erfahrung heraus kann ich jedem empfehlen, sich einen Menüplan für die jeweilige Woche anzulegen – und eventuell bereits vorzukochen. Damit fällt die tägliche Frage – was esse ich heute? – weg und es spart zudem eine Menge Zeit ein.

Am Sonntagabend habe ich deshalb ein Nussbrot gebacken. Bestrichen habe ich es die Woche über abwechselnd mit selbstgemachten veganen Aufstrichen und zuckerfreier Erdbeermarmelade. Am Mittwoch gab es morgens einen grünen Smoothie mit Spinat und am Freitag leckere Himbeer-Kokos-Overnight-Oats. Mittags gab es bei mir auf der Arbeit immer einen gemischten Salat mit selbstgemachten Dressing aus Öl und frischen Kräutern, denn auch Fertigdressings enthalten Zucker. Für den kleinen Hunger zwischendurch hatte ich immer ein paar Mandeln oder selbstgemachte Energyballs zur Hand. Mein Abendessen habe ich so zusammengestellt, dass es jeweils für zwei Mahlzeiten gereicht hat, den einen Abend gab es beispielsweise Rohkost Zoodles. Den anderen einen knusprigen Kichererbsen-Salat.

So habe ich mich während dem Zuckerentzug gefühlt

Die eigentliche Challenge beinhaltete ja nur einen Zuckerverzicht von sieben Tagen, doch auch heute, eineinhalb Wochen später, habe ich noch keinen zugesetzten Zucker zu mir genommen. In den ersten zuckerfreien Tagen bekam ich Kopfschmerzen und fühlte mich allgemein eher unwohl. Diese Symptome liessen zum Ende der Woche hin immer mehr nach und heute fühle ich mich deutlich fitter als vor der Challenge.

Welche Herausforderungen es für mich gab

Herausfordernd ist definitiv die Tatsache, dass ca. 80% der Lebensmittel im Supermarkt zugesetzten Zucker enthalten. Auch solche Lebensmittel, in denen ich Zucker niemals vermutet hätte, enthalten teils enorme Zuckermengen. Selbst eine herzhaft schmeckende Tiefkühlpizza enthält 10 g Zucker (nicht das ich jemals so etwas gegessen hätte…). Es lohnt sich daher immer, einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Der Trick der Lebensmittelindustrie ist dabei, den Zucker mit den verschiedensten Namen wie z.B. Dextrose oder Maltodextrin zu tarnen. Es ist deshalb hilfreich, sich eine Liste mit den gängigsten Zuckernamen anzulegen und im Supermarkt ggf. einmal raufzuschauen. Die auf der Zutatenliste angegebenen Zutaten sind übrigens in absteigender Reihenfolge aufgelistet, das heisst, die Zutaten, die weit oben stehen, sind anteilsmässig auch am meisten in dem Produkt enthalten.

Vorteile der zuckerfreien Ernährung

Vorteile der zuckerfreien Ernährung gibt es unzählige. Hier eine Liste mit den für mich wichtigsten Punkten:

  • Mein Bewusstsein darüber, was ich genau esse wurde extrem verstärkt.
  • Ich habe mich nach einigen Tagen viel fitter gefühlt: Meine körperliche und geistige Energie wurde gesteigert. Ausserdem wurde ich weniger schnell müde, sonst war ich nämlich nach dem Mittagessen immer schlapp.
  • Zudem war meine Konzentration gesteigert, was ich überhaupt nicht erwartet hatte.
  • Was ich selbst (noch) nicht bemerkt habe, weil ich erst eine Woche zuckerfrei gelebt habe, aber bestimmt ein grosser positiver Nebeneffekt ist: Überflüssige Pfunde bauen sich ab und das Hautbild verbessert sich!
 

Zukunftsblick – wie geht es weiter?

Werde ich nun für immer zuckerfrei leben? Nein. Dafür mag ich Kuchen viel zu sehr. Aber ich werde auf jeden Fall genauer beobachten, in welchen Lebensmitteln Zucker enthalten ist und versuchen, diese zu umgehen oder auf gesunde, zuckerfreie Art selbst herzustellen. Zudem werde ich Haushaltszucker durch Vollrohrzucker, Stevia, Honig und fructosearme Dicksäfte / Sirupe in kleinen Mengen ersetzen. Insgesamt hat mir die Challenge sehr viel Spass gemacht, vielen Dank an die Akademie der Naturheilkunde für diese tolle Möglichkeit, noch mehr über gesunde Ernährung erfahren zu können.

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