Ernährung

Basenfasten: Detox mit gesunden Lebensmitteln

Fasten – aber mit gesunden Lebensmitteln ohne Hungern: Das Basenfasten ist perfekt dafür geeignet, den Körper von belastenden Schlacken zu befreien. Essen Sie dafür ein bis zwei Wochen lang ausschliesslich basische Lebensmittel und achten Sie auf eine gesunde Lebensweise. Das Basenfasten ist damit die perfekte Kur, um Ihren Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Und ganz nebenbei purzeln die Pfunde, Sie fühlen sich fitter und ausgeglichener – und sogar Beschwerden können gelindert werden.


Heutzutage sind viele Menschen eher «sauer», denn durch ungesunde Lebensmittel und Genussgifte führen wir dem Körper überwiegend Lebensmittel zu, die sauer verstoffwechselt werden. Unsere Lebensweise übersäuert uns zusätzlich durch Stress, Schlaf- oder Bewegungsmangel. Die Folge: Ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt. Neutralisierte Säuren können nicht mehr ausgeschieden werden und lagern sich als belastende Schlacken überall im Körper ab, vor allem im Bindegewebe und in Gelenken.

Beim Basenfasten werden dem Körper ausschliesslich basische Lebensmittel zugeführt und dadurch die natürlichen Reinigungsprozesse im Körper angekurbelt und Schlacken ausgeschieden. Basenfasten ist Reinigung, Entgiftung und Regeneration in einem.

Welche Effekte das Basenfasten haben kann:

  • Übergewicht abbauen
  • Stoffwechsel anregen
  • Schlacken ausleiten
  • Immunsystem stärken
  • Hautprobleme reduzieren
  • Verdauungsstörungen beheben
  • Entzündungsprozesse verringern


Basenfasten ist für jeden Menschen geeignet und kann gerade bei chronischen Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Blähungen, häufigen Kopfschmerzen und Migräne oder Hautproblemen oft eine Besserung der Symptome bewirken. Wenn Sie ernsthaft (chronisch) erkrankt sind, raten wir Ihnen, vor dem Basenfasten mit Ihrem Arzt zu sprechen. Für Schwangere und Kinder eignet sich eine Basenkur übrigens nicht, denn sie benötigen ein anderes Nährstoffprofil, als es rein basische Lebensmittel liefern können. In ihren Ernährungsplan gehören unbedingt auch gute Säurebildner. Das gilt übrigens auch für die Stillzeit, da beim Basenfasten Schlacken und Säuren gelöst werden, die über die Muttermilch direkt zum gestillten Baby gelangen können.
Ein herausragendes Merkmal des Basenfastens ist seine simple Durchführung. Die wichtigsten Grundpfeiler sind:

  • Basische Ernährung und Getränke
  • Basische Nährstoffe
  • Viel reines Wasser trinken
  • Moderate, aber tägliche Bewegung
  • Ausreichend Schlaf
  • Unterstützung der Entgiftungsorgane
  • Basische Körperpflege
  • Frische Luft und Sonnenschein


Während Ihrer Basenfasten-Kur essen Sie ausschliesslich basische Lebensmittel. Wie der Name schon sagt, werden diese basisch verstoffwechselt. Sie sind reich an basischen Mineralstoffen und Spurenelementen und regen die Basenproduktion an. Beim Basenfasten nehmen Sie frische und unverarbeitete Produkte zu sich. Stark basische Lebensmittel aktivieren zusätzlich die Entschlackung und Entsäuerung des Körpers. Ziehen Sie Bio-Produkte solchen aus konventionellem Anbau vor, da sie häufig ein dichteres Nährstoffprofil haben und weniger durch Pestizide und Co. belastet sind. Unterstützen können Sie die Versorgung Ihres Körpers mit der zusätzlichen Aufnahme von basischen Nährstoffen, allen voran Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen und Natrium.

Lesen Sie hier, welche Lebensmittel basisch und stark basisch sind: Blogbeitrag zu basischen Lebensmitteln.
Erlaubt ist, was Ihnen gefällt, schmeckt und als gesunde Zubereitungsart gilt. Gekochte und gedünstete Lebensmittel sollten möglichst schonend gegart werden. Um die Verdauung optimal zu unterstützen, nehmen Sie am Abend am besten gegarte Nahrungsmittel zu sich und in der ersten Tageshälfte eher rohe. Verwenden Sie nur wenig Salz. Dieses sollte keine Zusätze wie Jod enthalten, geeignet sind z.B. unraffiniertes Meersalz oder Himalayasalz. Kräuter sind die perfekte basische Art des Würzens. Manche Kräuter, wie etwa Petersilie, sind sogar stark basisch und deshalb während des Basenfastens besonders zu empfehlen.


Im Gegensatz zu herkömmlichen Fastenkuren dürfen Sie beim Basenfasten ausreichend essen. Sollte Ihnen wirklich einmal der Sinn nach etwas anderem als Gemüse, Obst, Kräutern, Salaten und Co. stehen und Sie können einfach nicht widerstehen, gehen Sie bitte nicht nach dem Motto «Jetzt ist es alles egal», vor. Essen Sie dann lieber gute saure Lebensmittel wie Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte oder Pseudogetreide in Bio-Qualität. Verzichten Sie aber bitte auf saure Lebensmittel, allen voran:

  • Industriezucker
  • Weissmehlprodukte
  • Milchprodukte
  • Fertiggerichte
  • Fisch, Fleisch oder Wurst, vor allem aus konventioneller Haltung
  • Lebensmittelzusatzstoffe
  • Kaffee, Tee, Früchtetee oder Alkohol


Im Alltag hat man für die Nahrungsaufnahme oft nicht viel Zeit oder ist abgelenkt, sodass das Sättigungsgefühl häufig gar nicht mehr richtig oder sehr spät wahrgenommen wird. Achtsames Essen lässt sich aber auch (wieder)erlernen. Das Basenfasten ist ideal dafür geeignet. Nehmen Sie drei Mal täglich eine Mahlzeit zu sich. Kauen Sie gründlich und langsam, denn der Verdauungsprozess beginnt bereits im Mund. Lassen Sie sich nicht durch lebhafte Unterhaltungen, den Computer oder Fernseher ablenken und schauen Sie während des Essens bitte nicht auf Ihr Smartphone. Essen Sie bewusst und voller Genuss und wirklich nur so lange, bis Sie satt sind. Wenn etwas übrigbleibt – wunderbar, so haben Sie direkt schon die erste Mahlzeit für den kommenden Tag.


Versorgen Sie sich mit ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüssten Kräutertees. 2 bis 2,5 Liter täglich sind ideal. Verzichten Sie bitte unbedingt auf Säurebildner wie Kaffee, koffeinhaltige- oder Früchtetees. Auch Alkohol und herkömmliche Fruchtsäfte (auch die 100-Prozent-Säfte) sind während des Basenfastens tabu. Kräuter wie Brennnessel, Löwenzahn oder Mariendistel, die die Funktion der Entgiftungsorgane Leber und Nieren anregen, sind ideale Begleiter. Trinken Sie morgens, mittags und abends je eine Tasse und variieren Sie die Kräuter – auch Mischungen sind gut geeignet.

Heisses oder warmes Wasser mit einem Spritzer Zitrone oder Ingwersaft am Morgen sind ebenfalls basisch und helfen dabei, den Stoffwechsel in Gang zu bringen.


Während des Basenfastens werden vermehrt Ablagerungen und Schlacken gelöst – auch im Darm. Unterstützen Sie ihn dabei, diese Schlacken loszuwerden. Es darf gerne eine Darmreinigung angewendet werden. Dafür müssen es nicht gleich Glaubersalz oder Einläufe sein. Sanfte Hilfsmittel wie Mineralerden, Flohsamenschalenpulver und Probiotika sowie Kräuter zur Stärkung der Darmflora sind effektiv und wirken so sanft wie nachhaltig.


Planen Sie täglich etwas Bewegung in Ihren Alltag ein. Dazu gehören auch ein strammer Spaziergang (zum Beispiel in der Mittagspause) oder die Fahrradfahrt zum Supermarkt. Durch das tiefe und häufige Atmen unterstützen Sie Ihren Körper bei der Entsäuerung. Überfordern Sie sich nicht, denn das Basenfasten verlangt Ihrem Körper (unbemerkt) einiges ab. Schliesslich laufen Entgiftungsprozesse nun auf Hochtouren. Täglich 15 bis 30 Minuten sind ideal. Auch Yoga, Tai-Chi oder andere sanfte Sportarten unterstützen Sie beim Basenfasten.


Eine grundlegende Entsäuerung beziehungsweise Entgiftung braucht seine Zeit. Planen Sie für Ihr Basenfasten mindestens eine Woche, am besten zwei, ein. Ihr Körper bekommt so die Gelegenheit, nachhaltig Säuren und Schlacken loszuwerden und sich voll und ganz auf «basisch» einzustellen. Sie vertragen die basische Ernährung und Lebensweise gut und trauen sich mehr zu? Dann dürfen Sie auch gerne noch einige weitere Wochen basenfasten. Begrenzen Sie sich aber auf maximal sechs Wochen und führen Sie das Basenfasten lieber zwei Mal jährlich – zum Beispiel im Frühjahr und Herbst – durch. So eine Kur ist damit auch der perfekte Einstieg in die basenüberschüssige Ernährung für einen langfristig ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.


Die Haut ist unser grösstes Stoffwechselorgan. Während des Basenfastens werden über sie vermehrt Giftstoffe und Schlacken ausgeleitet. Achten Sie deshalb während dieser Zeit unbedingt darauf, diese Stoffwechselprozesse zu unterstützen: Verwenden Sie keine herkömmlichen Pflegeprodukte, die die Poren verstopfen können oder bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Verwenden Sie lieber spezielle basische Pflegeprodukte mit einem leicht basischen pH-Wert. Damit pflegen Sie nicht nur Ihre Haut mit rein natürlichen und mineralischen Inhaltsstoffen, Sie führen sich auch wertvolle Mineralien zu, die Ihre Haut bei der Entsäuerung unterstützen.


Das Basenbad ist die perfekte Ergänzung zum Basenfasten, denn es hilft, überschüssige Säuren schneller loszuwerden. Während Sie entspannt im warmen oder heissen Wasser liegen, öffnen sich die Poren Ihrer Haut und die Entsäuerung läuft auf Hochtouren – ganz ohne Anstrengung. Gleichzeitig können basische Mineralstoffe aus dem Badezusatz über die Haut aufgenommen werden. Da eine optimale Entsäuerung erst ab einer Badedauer von 30 Minuten in Gang kommt, empfiehlt es sich, das Basenbad auch wirklich mindestens eine halbe Stunde durchzuführen. Tipp: Wird es zu kalt, lassen Sie einfach ein wenig heisses Wasser nachlaufen.


Einer der grössten Vorteile des Basenfastens: Sie können jederzeit starten, denn bis auf das Einkaufen der Lebensmittel sind nicht viele Vorbereitungen nötig. Dennoch empfiehlt es sich, anfangs etwas mehr Zeit für Besorgungen sowie die Zubereitung und schliesslich das Essen der Mahlzeiten einzuplanen. An einem (freien) Wochenende haben Sie einfach mehr Gelegenheiten, sich mit Ihrer Ernährung auseinanderzusetzen und Rezepte in Ruhe und mit Musse auszuprobieren.

Literatur

Bridgeford, R.: The Alkaline Reset Cleanse. Hay House, Carlsbad California, 2018

Worlitschek, M.: Praxis Säure-Basen-Haushalt: Grundlagen und Therapie. Haug, Stuttgart 2015

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